Das Thema Größen ist für viele Kinder schwer verständlich. Das zeigt sich z.B. an Schwierigkeiten im Umgang mit Geld oder beim Erlernen der Uhr.

Größen bestehen aus Maßzahl und Größeneinheit. Im Gegensatz zu Zahlen im Sinne von Anzahlen liegen die Maßzahlen nicht direkt in zählbaren Einheiten vor. Vielmehr besteht die verwirrende Situation, dass einem Gegenstand andere Zahlen als die 1 zugeordnet werden müssen. Einem Stift, der z.B. 17 cm lang ist, muss die Zahl 17 (cm) zugeordnet werden, während einem Auto, das mit z.B. 4 m deutlich länger ist als der Stift, die kleinere Zahl 4 (m) zugeordnet werden muss. Diese Verständnisschwierigkeiten werden nicht geringer, wenn weitere Maßbereiche wie Geldwerte, Gewichte, Volumina oder Zeitspannen hinzukommen.

Das vorliegende Heft ermöglicht Kindern, Schritt für Schritt und von Grund auf Verständnis für die einzelnen Maßbereiche zu gewinnen. Alle Größenbereiche der Grundschullehrpläne werden dabei berücksichtigt.

  • Zunächst werden Gegenstände (Repräsentanten von Größen) unter Verwendung von Alltagsbegriffen wie z.B. „teurer als“, „genauso groß wie“, „leichter als“ direkt verglichen.

  • Dann folgt der indirekte Vergleich: Die zu vergleichenden Gegenstände werden mithilfe eines dritten Gegenstandes verglichen, der ggf. selbst hergestellt werden muss (z.B. ein Papierstreifen geeigneter Länge).

  • Der dritte Schritt ist der indirekte Vergleich über selbst gewählte Einheitsgrößen: Er ermöglicht erstmals auch die Nutzung von Zahlen zur Beschreibung von Eigenschaften. So kann ein Kind z.B. das Gewicht eines Gegenstandes dadurch festhalten, dass es mit einer Waage ermittelt, wie viele Steckwürfel gleich viel wiegen wie der Gegenstand.

  • Im vierten Schritt werden vereinbarte standardisierte Einheiten wie Zentimeter, Kilogramm oder Euro genutzt. Dabei wird besonderer Wert auf Merkgrößen gelegt, mithilfe derer die Kinder geeignete Größenvorstellungen aufbauen können.

  • Im letzten Schritt werden die verschiedenen Einheiten ineinander umgerechnet. Die zu den Größenbereichen gehörigen Repräsentationen der Rechenarten (z.B. Aneinanderlegen zur Addition von Längen) werden im Rahmen einfacher Sachaufgaben eingeübt.

Mit dem Übungsheft Größen können die Kinder auf diese Weise nachhaltig Größenvorstellungen aufbauen und vor allem bei Sachaufgaben verstehend einsetzen.